Mitarbeiter*in Careleaving und Vormundschaften für unbegleitete Minderjährige
Location
Cologne
Remote
On-site
Employment type
Part-time, Temporary Work
Experience
Mid-Level
Field
Social Work & Pedagogy
Salary
44.000 – 54.000 EUR/year
Application deadline
Sep 30, 2026
Today
Mitarbeiter*in Careleaving und Vormundschaften für unbegleitete Minderjährige
Kölner Flüchtlingsrat e.V.
Köln | Nur vor Ort
Teilzeit | 19 - 20 h/Woche
44.000 € - 54.000 €
Deutsch
Befristetes Arbeitsverhältnis
Berufserfahrung: 3 - 5 Jahre
Arbeitsbeginn: 01.11.2026
vor 4 Tagen
Job online bis: 30.09.2026
Intro
Du hast einschlägige Erfahrungen in der Jugendhilfe, sehr gute Kenntnisse der relevanten rechtlichen Grundlagen, bist verantwortungsbewusst und denkst planerisch mit?
Dann könnte unsere Stelle im Bereich Vormundschaften/Careleaving für junge Geflüchtete ein interessantes Stellenangebot für dich sein:
Beide Arbeitsbereiche befinden sich bei uns noch im Aufbau. Du übernimmst daher nicht einfach bestehende Abläufe, sondern entwickelst gemeinsam mit deinem Team neue Angebote, Strukturen und Kooperationen. Dabei verbindet die Stelle die direkte Arbeit mit jungen Menschen mit konzeptioneller Entwicklung, Vernetzung und fachlicher Gestaltung.
Im Bereich Careleaving bauen wir derzeit eine niedrigschwellige Anlaufstelle für junge geflüchtete Menschen auf, die aus der Jugendhilfe in die Selbstständigkeit übergehen. Im Bereich Vereinsvormundschaften bereiten wir die praktische Tätigkeit unseres bereits anerkannten Vormundschaftsvereins vor. Nach einer Aufbauphase wirst du hier auch selbst Vormundschaften übernehmen. Du arbeitest dabei eng mit unserem Team sowie mit der Rechtsberatung und weiteren Angeboten des Kölner Flüchtlingsrat zusammen. Gleichzeitig bist du im Austausch mit Jugendämtern, Jugendhilfeeinrichtungen, Familiengerichten, Schulen, Beratungsstellen und weiteren Kooperationspartner*innen.
Im Mittelpunkt stehen für uns die Rechte, Perspektiven und Wünsche der jungen Menschen. Wir möchten Übergänge verlässlich gestalten, Selbstbestimmung stärken und jungen Geflüchteten Zugänge zu Unterstützung, Teilhabe und eigenen Handlungsmöglichkeiten eröffnen.
Aufgaben
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Wichtig ist, dass die Stelle perspektivisch aufgestockt werden soll. Alle hier aufgelisteten Aufgaben sind relevant, jedoch erwarten wir nicht, dass sie mit 19,5h allumfassend bedient werden können. Vielmehr wird dies Teamwork sein und mit der Erhöhung der Stunden wächst auch das Tätigkeitspensum.
Aufgaben im Bereich „Careleaving“ (Care Leaver – junge Menschen, die aus der Jugendhilfe in die Selbstständigkeit übergehen") sind u.a.:
Aufbau und Betrieb der Anlaufstelle für junge Care Leaver im Flüchtlingszentrum FliehKraft als niedrigschwelliges Angebot
Case Management und Beziehungsarbeit für junge geflüchtete Care Leaver (16–21 Jahre) als Basis für Vertrauen und Erreichbarkeit der Zielgruppe
Konzeption und Durchführung von Gruppen- und Empowermentangeboten (u. a. Berufsorientierung, ökonomische/ politische Bildung, Diskriminierung)
Aufbau und Pflege von Kooperationsbeziehungen (Jugendhilfeeinrichtungen, Vormundschaftsverein, Jugendamt Köln, Schulen/Berufskollegs, Jugendmigrationsdienste) sowie Verzahnung mit der Rechtsberatung des KFR bei aufenthalts- und asylrechtlichen Fragen
Dokumentation von Teilnahmen, Beratungsanlässen und Übergangsplänen sowie Mitwirkung an Fallreflexion im Team, Feedbackgesprächen mit Jugendlichen und regelmäßigen Treffen mit Kooperationspartnern
Mitarbeit an der Verstetigung (z. B. Vorbereitung der Refinanzierung über Fachleistungsstunden, Mitwirkung am Verstetigungskonzept)
Aufgaben im Bereich Vormundschaften sind u.a.:
Umfassende rechtliche Vertretung unbegleiteter minderjähriger Kinder und Jugendlicher als Vormundin bzw. Ergänzungspflegerin, inkl. Verantwortung für Personensorge (u. a. Pflege, Erziehung, Bestimmung des Aufenthaltsortes) und Vermögenssorge der Mündel
Zentrale Ansprechperson und Entscheidungsträger*in für alle relevanten Lebensbereiche der Mündel (u. a. medizinische Versorgung, Bildung), inkl. Koordination der entsprechenden Prozesse, Sicherung des Kindeswohls und aktive Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe
Aufsuchende Arbeit mit Schwerpunkt in den Nachmittagsstunden, um für die Kinder und Jugendlichen nach der Schule präsent zu sein
Enge Zusammenarbeit im Team (u. a. gegenseitige Vertretung, Teamsitzungen, Supervision, Großteam) sowie regelmäßiger Austausch mit Familiengericht, Jugendamt Köln, Schulen und medizinischen/juristischen Akteuren, inkl. Berichtspflichten
Enge Verzahnung mit der Rechtsberatung sowie den Bildungs-, Paten- und Jugendhilfeprojekten des Kölner Flüchtlingsrats
Vorbereitung des Übergangs der Mündel in die Volljährigkeit, in Anbindung an die Anlaufstelle für junge Care Leaver, sowie perspektivische Mitwirkung am Aufbau eines Ehrenamtsprogramms (Gewinnung, Schulung und Begleitung ehrenamtlicher Einzelvormünderinnen und Ergänzungspflegerinnen)
Anforderungen
Voraussetzungen für die Tätigkeit sind u. a.:
ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit, Pädagogik, Sozial- oder Rechtswissenschaften oder eine vergleichbare Qualifikation
einschlägige (Berufs-)Erfahrung in der Beratung und Begleitung geflüchteter junger Menschen, idealerweise im Bereich Jugendhilfe, Vormundschaft oder Übergangsbegleitung
Basiswissen im Aufenthalts- und Asylrecht sowie in weiteren Themenfeldern im Kontext von Flucht und Migration
Mehrsprachigkeit ist erwünscht
Bereitschaft zu aufsuchender Arbeit, teilweise mit Schwerpunkt in den Nachmittagsstunden
ein hohes Maß an Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und die Fähigkeit, Aufgaben und Strukturen aktiv mitzuentwickeln
Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein – insbesondere im Aufbau tragfähiger Beziehungen zu jungen Menschen und bei der Wahrnehmung ihrer Interessen
die Fähigkeit, auch in komplexen Situationen Entscheidungen zu treffen, Prioritäten zu setzen und unterschiedliche Interessen sorgfältig abzuwägen
Empathie und eine zugewandte, respektvolle Haltung gegenüber jungen Menschen bei gleichzeitig professioneller Klarheit und einem guten Bewusstsein für die eigene Rolle und deren Grenzen
eine beteiligungsorientierte Arbeitsweise und die Bereitschaft, die Wünsche, Perspektiven und Selbstbestimmungsrechte junger Menschen konsequent in die eigene Arbeit einzubeziehen
eine diskriminierungssensible und rassismuskritische Haltung sowie die Bereitschaft zur kontinuierlichen Reflexion der eigenen Position und des professionellen Handelns
gute kommunikative Fähigkeiten und diplomatisches Geschick im Umgang mit jungen Menschen ebenso wie mit Jugendämtern, Familiengerichten, Schulen und weiteren Institutionen
Freude an Teamarbeit, fachlichem Austausch, Vernetzung und Kooperation
Offenheit für Supervision, kollegiale Beratung und fachliche Weiterentwicklung
Organisationsfähigkeit und die Bereitschaft, in Arbeitsbereichen mitzuwirken, in denen Strukturen und Routinen teilweise erst gemeinsam entwickelt werden
Belastbarkeit und die Fähigkeit, auch in herausfordernden oder konflikthaften Situationen ruhig, verbindlich und handlungsfähig zu bleiben
Die Übernahme der Stelle setzt die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses ohne einschlägige Eintragungen voraus.
Benefits
Wir bieten
eine Vergütung nach EG 9 BAT-KF (Anlage 4a)
eine strukturierte Einarbeitung und fortlaufende kollegiale Unterstützung – gerade weil du zwei Arbeitsbereiche mit aufbaust, lassen wir dich damit nicht allein
regelmäßige Supervision, Fallbesprechungen und fachlichen Austausch im Team
Möglichkeiten zu Fort- und Weiterbildungen, passend zu deinen Aufgaben und fachlichen Schwerpunkten
viel Gestaltungsspielraum beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung der Bereiche Careleaving und Vereinsvormundschaft
die Möglichkeit, eigene fachliche Ideen einzubringen und neue Angebote und Strukturen aktiv mitzugestalten
eine enge Zusammenarbeit mit erfahrenen Kolleg*innen aus der Rechtsberatung sowie unseren Bildungs-, Jugendhilfe- und Patenschaftsprojekten
einen Arbeitgeber mit klarer Haltung: Wir verstehen uns als parteilich an der Seite geflüchteter Menschen, setzen uns für ihre Rechte und gesellschaftliche Teilhabe ein und bringen unsere fachlichen Erfahrungen auch in politische und öffentliche Debatten ein
ein Arbeitsumfeld, in dem Menschenrechte, Antidiskriminierung, Selbstbestimmung und die Perspektiven geflüchteter Menschen zentrale Grundlagen unserer Arbeit sind
ein engagiertes, unterstützendes und herzliches Team, in dem gegenseitige Unterstützung und fachlicher Austausch einen hohen Stellenwert haben
regelmäßige Workshops zu Selbst- und Teamfürsorge
gemeinsame Auszeiten und Teamaktivitäten – unter anderem Wandertage, Sommerfest, Weihnachtsfeier und gemeinsame Aktivitäten im Kölner Karneval
eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit unmittelbarem Kontakt zu jungen Menschen und der Möglichkeit, ihre Rechte, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe konkret zu stärken
Bewerbungsprozess
Unser Recruitingprozess ist klar, transparent und unkompliziert. Nachdem die Bewerbungsunterlagen bei uns eingegangen sind, sichten wir sie sorgfältig im Team und prüfen, ob eine glaubhafte fachliche Vorerfahrung sowie eine eindeutige Eignung für die jeweilige Aufgabe erkennbar sind. Ebenso wichtig ist für uns, dass die Person zu unserem wertebasierten Vereinsverständnis passt und sich mit unserem Engagement für die Rechte von Geflüchteten identifizieren kann. Am Prozess beteiligt sind in der Regel die zukünftigen Teamkolleg*innen sowie die Bereichsleitung. Wir möchten, dass alle, die später eng zusammenarbeiten, von Anfang an ein Gefühl dafür entwickeln können, ob die Chemie stimmt und ob sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit abzeichnet.
Es gibt keine Assessment-Center, Tests oder Aufgaben, die gelöst werden müssen. Es ist alles sehr basic und oldschool. Unser Fokus liegt auf einem offenen Gespräch, in dem wir sowohl fachliche Kompetenzen als auch persönliche Motivation und Haltung kennenlernen möchten. Meistens handelt es sich um eine einzelne Gesprächsrunde; nur in Ausnahmefällen kann ein zweites Gespräch sinnvoll sein – etwa wenn mehrere Personen im Team einbezogen werden sollen. Probearbeiten ist bei uns nicht vorgesehen. Stattdessen setzen wir auf ein wertschätzendes, ehrliches Kennenlerngespräch, in dem beide Seiten prüfen können, ob die Erwartungen und Rahmenbedingungen zusammenpassen. Im Anschluss an das Gespräch melden wir uns zeitnah zurück – in der Regel innerhalb einer Woche –, damit der Prozess für alle Beteiligten verlässlich und planbar bleibt.
Wir fördern aktiv die Gleichbehandlung aller Mitarbeiter*innen und freuen uns über alle Bewerbungen unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Beeinträchtigungen, sexueller Orientierung und Identität – insbesondere von Menschen mit eigener Fluchterfahrung oder biographischem Bezug zu Perspektiven des globalen Südens.
Kontaktperson / Recruiter*in
Johanna Bült
0151 675 514 29
buelt@koelner-fluechtlingsrat.de
Kölner Flüchtlingsrat e.V.
Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. ist eine Geflüchteten- und Menschenrechtsorganisation. Seit 1984 setzt er sich für den Schutz und die Rechte von Geflüchteten, für ihre Teilhabe sowie für Toleranz und Völkerverständigung ein. Derzeit beschäftigt der Verein rd. 60 Fachkräfte. Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. versteht sich als politische Organisation und ist in vielen zivilgesellschaftlichen und kommunalen Gremien, Arbeitskreisen und Bündnissen und auch auf Landesebene aktiv unterwegs. Ein Schwerpunkt der Arbeit besteht in der rechtlichen Beratung von Geflüchteten und Menschen "ohne Papiere". Insgesamt unterhält der Verein fünf Rechtsberatungsstellen in Köln, zwei in Bonn und eine in Leverkusen. Weitere wichtige Arbeitsfelder sind das Auszugsmanagement, das den Auszug aus kommunalen Unterbringungseinrichtungen unterstützt, die Arbeit mit dem Ehrenamt, sowie die Jugend- und Bildungsarbeit, die etwa Workshops an Schulen durchführt und Empowerment-Projekte mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen anbietet. Außerdem ist der Kölner Flüchtlingsrat e.V. Träger der Kölner Ombudsstelle für Flüchtlinge, des Zentrums "FliehKraft" und der Fachstelle "Schulung & Qualifizierung" im Regierungsbezirk Köln. Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. ist organisatorisch unabhängig und nicht Mitglied eines Wohlfahrtsverbandes.
Hauptsitz
Herwarthstraße 7
50672 Köln
Nachhaltigkeitsziele
Gesellschaft fair gestalten
Förderung von Entwicklungszusammenarbeit und Armutsbekämpfung
Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen weltweit die Freiheit haben, ohne materielle Not oder Unterdrückung, selbstbestimmt und eigenverantwortlich ihr Leben zu gestalten und auch ihren Kindern eine menschenwürdige Zukunft zu ermöglichen.
Menschen helfen
Einsatz für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dass die Menschenrechte weltweit gleichermaßen umgesetzt werden. Deshalb setzen wir uns für sozialen Fortschritt, bessere Lebensbedingungen, Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden ein.
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