

Die Landgräfliche Stiftung von 1721: Seit fast 300 Jahren Pionierin der Jugendhilfe in Bad Homburg. Sie bietet Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen ein Zuhause und fördert ihre Entwicklung zu starken Persönlichkeiten.
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Die Landgräfliche Stiftung von 1721 in Bad Homburg ist eine der ältesten Einrichtungen der Jugendhilfe in Deutschland und widmet sich seit fast 300 Jahren der Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen.[2][1]
Gegründet von Landgraf Friedrich III. Jacob von Hessen-Homburg, entstand die Stiftung als Homburger Armen-, Arbeits- und Waisenhaus. Der Baubeginn lag 1715, 1721 wurde das Gebäude am Waisenhausplatz fertiggestellt, und am 15. April 1742 zogen die ersten fünf Kinder ein. Die Stiftungsurkunde vom 21. Mai 1742 legte den Grundauftrag fest: religiöse, pädagogische und soziale Unterstützung für Bedürftige.[2] Trotz anfänglicher Herausforderungen wie Geldmangel überdauerte sie und zog 1968 in einen modernen Neubau um. Weitere Umbauten folgten: 1989–1998 entstanden Einzelzimmer und Appartements, 2006/2007 wurde eine für Warmwasser installiert – ein früher Beitrag zur Nachhaltigkeit.[2][1]
In drei Gebäudekomplexen mit großzügigen Gemeinschaftsräumen, Freianlagen und Funktionsräumen betreut die Stiftung bis zu 30 Kinder und Jugendliche rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.[1] Das moderne, heilpädagogische Konzept richtet sich an junge Menschen, deren Entwicklung unter erschwerten Bedingungen verläuft. Es fördert Stärken, Fähigkeiten und eigenverantwortliches Handeln, um sie zu starken, gemeinwohlfähigen Persönlichkeiten zu machen, die eigenständig in der Gesellschaft bestehen können.[1][3]
Die Hauptmission basiert auf der Stiftungsurkunde: Ein zeitlich begrenzter Lebensmittelpunkt, der wirksame Hilfen bietet. Priorität hat die Rückführung in Herkunftsfamilien; bei Bedarf werden alternative Wohnformen entwickelt. Bewohner gestalten mit via Heimrat Partizipationsmöglichkeiten.[3] Mitarbeiter erhalten Weiterqualifizierung und Unterstützung für qualitativ hochwertige Arbeit.[1]
Das Handeln orientiert sich an christlichen Normen und Werten sowie den Leitgedanken der Heilpädagogik. Wertschätzung, Respekt vor der Individualität und bedürfnisorientierte Förderung stehen im Zentrum. Dies umfasst physisches, psychisches, emotionales und soziales Wohlergehen. Die heilpädagogische Arbeit ist prozesshaft: Kinder und Jugendliche geben den Weg vor, die Stiftung Impulse zur Weiterentwicklung.[3]
Nachhaltigkeit zeigt sich in der Solaranlage und einem umweltbewussten Campus mit Spiel- und Freizeiträumen. Die Stiftung betont langlebige Strukturen und investiert in energieeffiziente Modernisierungen, um langfristig ökologische und soziale Verantwortung zu tragen.[2][1] Aktuell sucht sie pädagogische Fachkräfte, um ihr Angebot auszubauen.[5]
Die Landgräfliche Stiftung verbindet Tradition mit zeitgemäßer Hilfe: Von den ersten Waisenhausbewohnern bis heute schafft sie Chancen für eine sichere Zukunft. Sie bleibt ein lebendiges Vermächtnis, das junge Menschen stärkt und einbezieht.[1][2][3]
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