

Das Leibniz-IZW erforscht die Anpassungsfähigkeit von Wildtieren im globalen Wandel, um den Artenschutz zu stärken. Als Teil der Leibniz-Gemeinschaft bietet es spannende Karrieremöglichkeiten in der Wildtierforschung.
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Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin ist ein führendes Forschungsinstitut der Leibniz-Gemeinschaft, das sich der evolutionären Wildtierforschung widmet, um den Artenschutz effektiv zu stärken.[6][1] Als eines von acht Instituten im Forschungsverbund Berlin e.V. (FVB) profitiert es von einer gemeinsamen administrativen Infrastruktur und synergistischen Kooperationen mit Partnern wie dem Ferdinand-Braun-Institut, dem Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie oder dem Max-Born-Institut.[2][1][3]
Die Mission des IZW lautet: Evolutionäre Wildtierforschung für den Artenschutz durchführen, um die zu verstehen und zu verbessern.[6] Die Vision verfolgt zwei zentrale Ziele: Erstens, die Mechanismen der Anpassungsfähigkeit zu entschlüsseln, um Vorhersagen über bedrohte Arten zu treffen. Zweitens, konkrete zu entwickeln, die diese Anpassungsfähigkeit fördern – von molekularer bis landschaftlicher Ebene.[6][8] In Zeiten der Biodiversitätskrise, die durch anthropogene Einflüsse wie Klimawandel und Habitatverlust verschärft wird, liefert das IZW wissenschaftliche Grundlagen, um Artensterben zu bremsen. Es betont, dass bisherige Maßnahmen unzureichend sind und fordert stärkere Anerkennung der Krise durch Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit.[6]
Die Forschungsarbeit ist in sechs Abteilungen gegliedert, die disziplinäre Expertise von Genetik über Verhaltensbiologie bis hin zu Ökophysiologie abdecken.[8] Schlüsselthemen umfassen Lebenslauf-Strategien, Reproduktionsbiologie, Ernährungsphysiologie und Konflikte zwischen Mensch und Wildtieren. Ein Highlight ist die Feldforschungsstation Niederfinow in Brandenburg, gegründet 1993, wo einheimische Wildtiere unter naturnahen Bedingungen erforscht werden.[8] Das Institut integriert One-Health-Konzepte, die Gesundheit von Mensch, Tieren und Umwelt verknüpfen, und trägt zu innovativen Methoden wie Citizen Science und Wissenstransfer bei.[5][6]
Das Wissenschaftsmanagement, seit 2018 etabliert, koordiniert Öffentlichkeitsarbeit, Technologietransfer, Konferenzen und strategische Kommunikation.[5][7] Durch Pressemitteilungen, Dossiers und Dialoge mit Gesellschaft und Politik macht das IZW seine Ergebnisse zugänglich und wirkt aktiv auf öffentliche Debatten ein.[7]
Das IZW orientiert sich stark an den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs): Primär SDG 3 (Gesundes Leben und Wohlbefinden) durch One-Health-Ansätze und SDG 15 (Leben an Land), das den Schutz von Ökosystemen und die Stoppung des Biodiversitätsverlusts priorisiert.[6] Seine Forschung schafft evidenzbasierte Strategien gegen globale Herausforderungen wie Klimawandel und Urbanisierung, um Wildtierpopulationen resilienter zu machen. Als Teil der Leibniz-Gemeinschaft – mit rund 20.500 Mitarbeitern deutschlandweit – fördert es interdisziplinäre Kooperationen für langfristigen Umweltschutz.[4]
Mit innovativen Ansätzen und internationaler Vernetzung positioniert sich das Leibniz-IZW als Schlüsselakteur im Kampf um biologische Vielfalt. Es verbindet Grundlagenforschung mit praxisnahen Lösungen, um Wildtiere zukunftsfähig zu machen.[6]
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