

Das Sozialkontor ist ein gemeinnütziger Anbieter für Wohn- und Assistenzleistungen für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Er ermöglicht Teilhabe und Selbstbestimmung in Hamburg und Niedersachsen.
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Das Sozialkontor ist ein gemeinnütziger Anbieter von Wohn- und Assistenzleistungen, der sich seit 1960 der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen widmet.[1][2] Mit mehr als 1.100 bis 1.200 betreuten Personen in Hamburg und Niedersachsen zählt die Organisation zu den etablierten Trägern der Eingliederungshilfe und Behindertenhilfe in der Region.[1][2]
Das Unternehmen verfolgt das übergeordnete Ziel, dass Menschen mit Assistenzbedarf gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.[3] Dabei orientiert sich das Sozialkontor an vier fundamentalen Grundsätzen:[2]
Das Sozialkontor bietet ein vielfältiges und umfassendes Angebot zur Unterstützung und Begleitung seiner Nutzer*innen:[1][2]
Das Sozialkontor wurde 1960 vom Senator Ernst Weiß gegründet und hatte ursprünglich zum Ziel, Menschen mit schweren Körperbehinderungen eine gezielte Rehabilitation zu ermöglichen.[3][5] Das Unternehmen hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und modernisiert. 1975 erfolgte eine Umbenennung des unterstützenden Vereins, um das erweiterte Wirkungsfeld abzubilden.[5]
Heute operiert das Sozialkontor als BHH Sozialkontor gGmbH und wird vom gemeinnützigen Verein für Behindertenhilfe e.V. getragen, dessen rund 14 Mitglieder ehrenamtlich aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft und sozialen Institutionen tätig sind.[5][6]
Eine wichtige Entwicklung in der Unternehmensgeschichte war der Übergang von stationären Wohngruppen zu ambulanten Wohngemeinschaften, wodurch Menschen zu Mieter*innen wurden und mehr Autonomie in der Gestaltung ihres Alltags erhielten.[3] Zudem etablierte sich das aus Skandinavien stammende Normalisierungsprinzip, das die medizinische Sichtweise ablöste.[3]
Das Sozialkontor ist korporatives Mitglied im Arbeiterwohlfahrt Landesverband Hamburg und engagiert sich in zahlreichen Verbänden.[1] Das Unternehmen arbeitet regional mit anderen Trägern vernetzt zusammen und wird durch Freiwillige sowie den Verein für Behindertenhilfe unterstützt.[1] Diese Netzwerkarbeit ermöglicht es, die sozialraumorientierte Eingliederungshilfe effektiv umzusetzen und Menschen bei der Überwindung von Barrieren zu unterstützen.[1]
Das Sozialkontor verkörpert damit ein modernes Verständnis von Behindertenhilfe, bei dem die persönlichen Ziele und Wünsche der Nutzer*innen im Mittelpunkt stehen und diese selbst entscheiden, wo und wie sie Unterstützung erhalten.