

Der Versicherungsombudsmann e.V. ist eine unabhängige Schlichtungsstelle für Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Versicherungen. Er bietet kostenlose, neutrale Hilfe und trägt zur fairen Konfliktlösung bei.
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Der Versicherungsombudsmann e.V. ist eine staatlich anerkannte, unabhängige Verbraucherschlichtungsstelle für Versicherungsangelegenheiten in Deutschland[1]. Als eingetragener Verein fungiert die Organisation als neutrale Anlaufstelle für Konflikte zwischen Verbrauchern und Versicherungsunternehmen oder Versicherungsvermittlern[1]. Seit ihrer Gründung am 11. April 2001 verfolgt die Schlichtungsstelle zwei zentrale Ziele: den Schutz von Verbraucherinteressen und die außergerichtliche Beilegung von Streitigkeiten[2][3].
Die Hauptaufgabe des Versicherungsombudsmanns besteht darin, [2]. Die Schlichtungsstelle arbeitet dabei vollständig kostenlos für Verbraucher[6]. Die Ombudsfrau prüft die Entscheidungen der Versicherer unparteiisch und greift dabei auf weitreichende Kompetenzen zurück, die von den Mitgliedsunternehmen übertragen wurden[4].
Die Zuständigkeit erstreckt sich auf zahlreiche Versicherungssparten[1]:
Besondere Regelung: Liegt der Beschwerdewert unter 10.000 Euro, ist die Entscheidung der Ombudsfrau für das Versicherungsunternehmen bindend[2][6]. Bei höheren Beschwerdewerten bis zu 100.000 Euro kann die Ombudsfrau ebenfalls tätig werden, die Entscheidung ist dann jedoch nicht automatisch bindend[4].
Der Versicherungsombudsmann e.V. wird von einem Beirat begleitet, der Verbraucherschützer einschließt, um die Unabhängigkeit und Neutralität zu garantieren[1]. Der Beirat setzt sich aus sieben Vertretern der Mitgliedsunternehmen, sieben Vertretern von Verbraucherorganisationen (darunter Verbraucherzentralen, der Bund der Versicherten und die Stiftung Warentest), zwei Vertretern der Versicherungsaufsicht und zwei Vertretern der Versicherungsvermittlerverbände zusammen[3].
Seit April 2024 ist Sibylle Kessal-Wulf die Ombudsfrau für Versicherungen[1]. Die Juristin bringt umfangreiche Erfahrung mit sich und war zuvor unter anderem als Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof und Mitglied des Bundesverfassungsgerichts tätig[1].
Die Schlichtungsstelle wird durch ihre Mitgliedsunternehmen finanziert, die durch Mitgliedsbeiträge und Fallpauschalen für zulässige Beschwerden zur Finanzierung beitragen[1]. Aktuell (2024) sind 315 Versicherer Mitglieder der Schlichtungsstelle[1]. Nahezu der gesamte deutsche Versicherungsmarkt im Privatkundengeschäft ist im Verein vertreten[5].
Die Ombudsfrau ist in ihrer Amtsausübung unabhängig und unterliegt keinen Weisungen[2]. Während des Schlichtungsverfahrens verjähren etwaige Ansprüche des Verbrauchers gegen den Versicherer nicht[4]. Dies bietet Verbrauchern Sicherheit, dass ihre Rechte während des Verfahrens geschützt bleiben.
Der Versicherungsombudsmann e.V. ist seit seiner Gründung Mitglied im grenzüberschreitenden Netz zur Behandlung von Beschwerden im Bereich der Finanzdienstleistungen (FIN-NET)[3], was die internationale Bedeutung und Anerkennung der Institution unterstreicht.
Mit über zwei Jahrzehnten Tätigkeit hat sich der Versicherungsombudsmann als etablierte Institution im deutschen Versicherungswesen bewährt[7]. Die Schlichtungsstelle bietet Verbrauchern eine effiziente Alternative zum kostspieligen Rechtsweg und trägt damit zur Verbraucherschutz und Konfliktlösung bei. Die vollständige Kostenfreiheit für Verbraucher und die Unabhängigkeit der Institution machen sie zu einer wichtigen Anlaufstelle für alle, die Schwierigkeiten mit ihrer Versicherung haben.