

Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne ist eine forensisch-psychiatrische Fachklinik des LWL. Sie behandelt und sichert psychisch kranke Straftäter mit dem Ziel der Rehabilitation und des Schutzes der Gesellschaft. Die Klinik bietet vielfältige Therapieangebote und ist wissenschaftlich orientiert.
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Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne ist eine spezialisierte forensisch-psychiatrische Fachklinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und trägt Verantwortung für die Behandlung und Sicherung psychisch kranker Straftäter in Nordrhein-Westfalen[1][2]. Die Klinik befindet sich an der westlichen Stadtgrenze Hernes im nördlichen Ruhrgebiet und ist Teil des LWL-Maßregelvollzuges, der als staatliche Aufgabe des Landes NRW fungiert[6].
Die Klinik verfolgt einen doppelten gesetzlichen Auftrag: Besserung und Sicherung[1][2]. Das Kernziel besteht darin, psychisch kranke Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung straffällig geworden sind, so umfassend zu therapieren, dass sie nach ihrer Entlassung keine erneuten erheblichen Straftaten begehen[2]. Gleichzeitig dient die Klinik dem Schutz der Gesellschaft durch therapeutische und bauliche Sicherheitsmaßnahmen[1][2].
Die Patienten werden nach Paragraf 63 des Strafgesetzbuches (StGB) gerichtlich in die Klinik untergebracht und erhalten eine gezielte, auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Behandlung[1].
Die Klinik verfügt über 90 Behandlungsplätze und ist speziell auf die Therapie und Sicherung von männlichen Patienten mit Psychosen und Persönlichkeitsstörungen ausgerichtet[1][4].
Das Klinikgelände umfasst mehrere spezialisierte Bereiche[3]:
Die Nachsorge-Ambulanz der Klinik sorgt für eine strukturierte Begleitung nach der Entlassung[2].
Die Klinik präsentiert sich als vollständig gesichertes System mit mehrschichtigen Sicherheitskonzepten[4]:
Diese baulichen Maßnahmen werden durch umfassende therapeutische Konzepte ergänzt.
Ein innovatives Merkmal der Klinik ist ihre Verbindung zu Forschung und Praxis[2]. Der Therapeutische Direktor Prof. Dr. Boris Schiffer steuert die praxisorientierte Versorgungsforschung des LWL-Maßregelvollzuges, die wissenschaftlich an die Ruhr-Universität Bochum gekoppelt ist. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Verbesserung der therapeutischen Standards basierend auf empirischen Erkenntnissen.
Aufgrund der zentralen Lage im nördlichen Ruhrgebiet ist die Klinik von vielen Richtungen gut erreichbar[3]. Die unmittelbare Umgebung bietet bezahlbaren Wohnraum mit guter Infrastruktur sowie vielfältige Freizeit-, Kultur- und Bildungsangebote des Ruhrgebiets.
Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne ist Teil eines Netzwerks von insgesamt sechs forensisch-psychiatrischen Kliniken des LWL in Nordrhein-Westfalen (Dortmund, Herne, Lippstadt, Marsberg, Hörstel und Stemwede)[9]. Dieses Netzwerk erfüllt eine essenzielle Funktion im deutschen Justizsystem, indem es eine spezialisierte Alternative zur reinen Strafverfolgung bietet und den Fokus auf Rehabilitation und Reintegration legt.
Die Klinik beschäftigt Pflegekräfte, Assistenz- und Fachärzte, Psycho- und Spezialtherapeuten, Psychologen und Sozialarbeiter[8], die gemeinsam an der Umsetzung des Behandlungsauftrags arbeiten.