Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF+) stellt uns vorbehaltlich der finalen Bewilligung für die kommenden zwei Jahre (2027-2028) Mittel für drei Stellen. Das damit geplante Projekt hat den Fokus, AllerLeih gemeinsam mit unserer Kooperationspartnerin WerkStadt Lüneburg e.V. im ganzen Landkreis auszubauen und die Grundlagen für die Verbreitung in anderen Regionen zu legen. Die Stelle hängt somit von der Bewilligung ab. Wir rechnen mit dem finalen Bescheid im Dezember 2026.
Wir brauchen dich, um aus unserem lokalen Prototypen das "Fediverse der Dinge" zu entwickeln. Wir haben eine gute Software für Lüneburg entwickelt - jetzt braucht es eine bessere Software für weitere Kommunen und die Welt. Die Plattform soll es Menschen in Zukunft so einfach wie möglich machen, Alltagsgegenstände von der Bohrmaschine bis zum Lastenrad zu teilen. Du entwickelst mit uns dafür die zukünftige, föderierte Architektur und betreibst sie in und um Lüneburg. Alles, was du entwickelst, steht als Public Good der Welt zur Verfügung.
Technische Verantwortung für Architektur, Entwicklung und Betrieb der Plattform über die gesamte Projektlaufzeit.
Verantwortung für Verfügbarkeit, Betriebssicherheit und Datenschutzkonformität der Infrastruktur im Livebetrieb.
Fachliche Koordination der ehrenamtlichen Entwickler:innen.
Entwurf und Umsetzung einer skalier- und replizierbaren Zielarchitektur, inklusive der eigenständigen Entwicklung von Features und dem Aufbau und Betrieb der technischen Infrastruktur (Containerisierung, Deployment, Monitoring etc.)
Entwicklung und Betrieb offener Schnittstellen zu Bibliotheks- und Verleihsystemen;
Datenmigration aus der Testplattform und technische Begleitung des lokalen Testings.
Sicherstellung der Prüfung von Code und Infrastruktur gegen Barrierefreiheits- (WCAG) und Datenschutzstandards.
Technische Dokumentation und Pflege des öffentlichen Repository
SvelteKit 2 / Svelte 5 mit TypeScript, PocketBase (SQLite, JS-Hooks), Tests mit Vitest und Playwright, Containerisierung mit Docker, CI/CD mit Forgejo. Wie die föderierte Architektur im Detail aussieht, entscheiden wir gemeinsam. Wir entwickeln KI-gestützt und reflektieren dabei laufend, wo die ethischen und fachlichen Grenzen liegen – etwa bei Datenschutz, Ressourcenverbrauch und der Frage, welchen Code wir noch selbst schreiben müssen.
Das ist viel für 23 Stunden. Deshalb priorisieren und verteilen wir die Aufgaben gemeinsam im Team und automatisieren wo es möglich und sinnvoll ist. Entwicklungsarbeit teilst du dir mit den ehrenamtlichen Entwickler:innen, die du fachlich koordinierst. Wir wollen dir hierbei vertrauen und maximalen Gestaltungsspielraum lassen. Im Gegenzug erwarten wir, dass du dich auch für deinen Bereich verantwortlich fühlst.
Timo & Matteo (Vorstände) – haben AllerLeih mitgegründet, koordinieren das Projekt und priorisieren gemeinsam mit dir.
Die zweite neue Projektstelle (Mobilisierung & Kommunikation), die zeitgleich startet.
WerkStadt Lüneburg e.V. – Kooperationspartnerin mit eigener Projektkoordination, Verleihbetrieb und Kommunikationsstelle.
Vier ehrenamtliche Entwickler:innen.
Du solltest Lust auf eine anspruchsvolle Aufgabe haben, denn du baust einen Bereich weitgehend neu auf, mit viel Gestaltungsspielraum und wenig vorgegebener Struktur. Aufgaben sind nicht immer klar abgegrenzt, das Umfeld und Prioritäten können sich häufiger ändern. Das passt zu dir, wenn du dich gern selbst organisierst und eigenständig Entscheidungen im Sinne unserer Ziele triffst. Formale Abschlüsse zählen für uns dort, wo die Förderung sie verlangt – darüber hinaus zählen deine Erfahrung, deine Arbeitsweise und deine Motivation.
Du hast Lust, ein Projekt und eine Organisation von Anfang an mit aufzubauen.
Du kannst eigenständig arbeiten und in einem Umfeld knapper Ressourcen gut priorisieren.
Dir ist wichtig, dass deine Arbeit sozial und ökologisch etwas bewirkt.
Du begeisterst dich für FOSS und die dahinterstehenden Werte und Prinzipien.
Entwickeln bedeutet für dich nicht nur, Dinge irgendwie zum Laufen zu bringen – du entwirfst und implementierst sichere, funktionale und wartbare Software.
TypeScript, Svelte(Kit), PocketBase, Docker und Co sind für dich keine Fremdworte. Du musst keine explizite Erfahrung in unserem gesamten Stack haben, aber in der Lage sein, dich schnell einzuarbeiten.
Du rennst nicht jedem Hype hinterher, aber setzt dich aktiv mit aktuellen technologischen Entwicklungen auseinander und reflektierst deine Arbeit diesbezüglich.
Abgeschlossenes Hochschulstudium der Informatik oder eines fachlich verwandten Studiengangs; oder eine einschlägige qualifizierte Berufsausbildung mit nachweislich gleichwertiger Berufserfahrung.
Sichere Kenntnisse in Web-Entwicklung und im Entwurf von Programmierschnittstellen.
Erfahrung im Betrieb produktiver Webanwendungen: Containerisierung (Docker) und Betrieb mehrteiliger Container-Setups bzw. Orchestrierung (z. B. Kubernetes, Docker Swarm, Nomad oder Compose im Produktivbetrieb); Grundkenntnisse in Infrastructure as Code, CI/CD und Monitoring.
Bitte stelle bei deiner Bewerbung sicher, dass diese Voraussetzungen klar in deinem Lebenslauf erkennbar sind. Wir müssen deine Qualifikation gegenüber unserer Fördermittelgeberin nachweisen. Konkrete Belege (z.B. Arbeitszeugnisse, Referenzen) benötigen wir aber frühestens zu Stellenantritt.
Wir wollen ein vielfältiges und inklusives Team schaffen. Deswegen freuen wir uns ausdrücklich über Bewerbungen von Menschen, die in der Tech-Branche unterrepräsentiert sind. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Falls du Zweifel hast, ob du auf die Stelle passt: bewirb dich trotzdem! Wir verstehen den Bewerbungsprozess als ein gegenseitiges Kennenlernen, um herauszufinden, ob wir gut zusammen arbeiten können.
Mit der Stelle bieten wir vor allem die Möglichkeit, ein sinnvolles Projekt mit realer Wirkung zu gestalten – in einem Team, in dem du dich weiterentwickeln kannst.
Gehalt: ca. 29.000–32.000 € brutto im Jahr (ca. 50.000–55.000 € auf Vollzeit gerechnet). Wir wissen, dass du in der Privatwirtschaft mehr verdienen kannst. Dafür bekommst du hier Gestaltungsfreiheit, öffentlich sichtbare Open-Source-Arbeit und ein Projekt mit messbarer Wirkung.
Arbeitszeit: flexibel. 23 Stunden heißen 23 Stunden – Mehrarbeit gleichen wir aus.
Ort: prinzipiell ortsunabhängig, mit gelegentlichen persönlichen Treffen
Probezeit: drei Monate, in denen beide Seiten mit zwei Wochen Frist kündigen können.
Urlaub: 17 Urlaubstage (30 auf eine Vollzeitstelle)
Mitsprache: Wir wollen eine demokratische Organisation aufbauen, bei der alle Beteiligten mitbestimmen können. Du hast neben der normalen Mitsprache im Arbeitsalltag die Möglichkeit, dem AllerLeih e.V. beizutreten und darüber Stimmrecht in allen wesentlichen Fragen unserer Arbeit zu erlangen.
Wirkung: Wirkungsmessung steuert bei uns die Arbeit. Das System dafür bauen wir gerade mit wissenschaftlicher Begleitung auf – und du gestaltest es mit.
Wir wissen, wie anstrengend es ist, Bewerbungen zu schreiben, und wollen deine Zeit respektieren. Deswegen haben wir den Bewerbungsprozess in fünf Stufen unterteilt und versuchen, in jeder Stufe für dich und uns nur so viel Aufwand wie nötig zu produzieren.
Kurzbewerbung mit Fragebogen: Du schickst uns deinen Lebenslauf ohne Foto, Geburtsdatum oder Anschreiben. Außerdem beantwortest du ein paar kurze Fragen schriftlich. Das sollte dich insgesamt nicht mehr als eine Stunde Zeit kosten.
Kurzgespräch: Wir sprechen etwa eine halbe Stunde per Video und stellen dir ein paar wesentliche Fragen zu der Stelle.
Bezahlte Arbeitsprobe: Wir stellen dir eine Aufgabe, die du in etwa zwei Stunden erledigen können sollst. Dafür zahlen wir dir eine Aufwandsentschädigung.
Hauptgespräch: Wir führen ein 60- bis 90-minütiges persönliches Gespräch, in dem wir erst deine Arbeitsprobe besprechen und dann tiefergehende Fragen stellen. Uns geht es hier neben deiner Eignung auch um ein gegenseitiges Kennenlernen – bring also Fragen mit! Fahrtkosten können wir leider nicht erstatten. Wenn du keine Möglichkeit hast anzureisen, sag uns Bescheid – dann finden wir eine Lösung.
Entscheidung: Wir teilen dir basierend auf allen gesammelten Informationen unsere Entscheidung mit.
Für alle Stufen zusammen kannst du also mit 5 bis 6 Stunden Aufwand rechnen. Wenn es für dich nicht weitergeht, sagen wir dir das innerhalb einer Woche – ab der Arbeitsprobe mit kurzer Begründung.
Brauchst du Anpassungen im Verfahren, z.B. wegen einer Behinderung (mehr Zeit für die Arbeitsprobe, barrierefreie Formate, Gespräch per Video), sag uns Bescheid. Den Grund musst du nicht nennen.
Der Zeitplan richtet sich nach unserem Projektplan und dem Bewilligungsbescheid für das Projekt, so dass wir dir mit der finalen Entscheidung auch eine feste Zu- oder Absage erteilen können. Konkret:
Bewerbungsfrist: 31. Oktober 2026
Kurzgespräche und Arbeitsprobe: November 2026
Hauptgespräche und Entscheidung: Dezember 2026
Arbeitsbeginn: 1. April 2027
Es ist möglich, dass der Bewilligungsbescheid erst Anfang 2027 kommt, darauf haben wir leider keinen Einfluss. Insofern kann sich die finale Entscheidung bis in den Januar ziehen.