Wir verwenden Cookies und ähnliche Technologien. Einige sind notwendig, damit die Seite funktioniert. Mit Statistik-Cookies hilfst du uns, baito zu verbessern. Du entscheidest, was du zulässt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Sozialer Beruf im Porträt

Heilerziehungspfleger:in

Heilerziehungspfleger:innen (HEP) begleiten Menschen mit Behinderung im Alltag – sie verbinden Pädagogik und Pflege und ermöglichen Teilhabe und ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Der Beruf ist gefragt wie selten und in der Eingliederungshilfe kaum wegzudenken. Hier erfährst Du, was die Rolle ausmacht, wie die Ausbildung läuft – und welche Träger gerade HEP suchen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Heilerziehungspfleger:innen begleiten, fördern und pflegen Menschen mit Behinderung – im Wohnen, in Werkstätten und in der Assistenz.
  • Der Beruf verbindet Pädagogik und Pflege; ausgebildet wird in einer meist dreijährigen Fachschulausbildung.
  • Vergütet wird nach Tarif (TVöD SuE, häufig S8b – oft etwas höher als Erzieher:innen) oder nach AVR.

Was macht ein:e Heilerziehungspfleger:in?

Heilerziehungspfleger:innen unterstützen Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung dabei, ihren Alltag zu gestalten und am Leben teilzuhaben. Das reicht von der Begleitung beim Wohnen über Bildung und Freizeit bis zur pflegerischen Versorgung – je nach Bedarf der Person. Der Beruf ist die Besonderheit, dass er Pädagogik und Pflege bewusst zusammenführt.

Gearbeitet wird vor allem in der Eingliederungs- und Behindertenhilfe: in Wohnheimen und ambulant betreuten Wohngruppen, in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM), in Förderschulen oder in der Assistenz. Im Mittelpunkt stehen Selbstbestimmung und Teilhabe – die HEP gestaltet Hilfen so, dass die Person so eigenständig wie möglich leben kann.

Typische Aufgaben

  • Menschen mit Behinderung im Alltag begleiten und assistieren
  • Bildungs-, Förder- und Freizeitangebote gestalten
  • Pflegerische Aufgaben übernehmen, wo sie nötig sind
  • Teilhabe und Selbstbestimmung gezielt fördern
  • Förder- und Teilhabepläne mitgestalten und umsetzen
  • Mit Angehörigen, Ärzt:innen, Therapie und Werkstatt kooperieren

Voraussetzungen

Heilerziehungspfleger:in wird man über eine Ausbildung an einer Fachschule für Heilerziehungspflege, die in der Regel drei Jahre dauert (in Teilzeit länger) und mit der staatlichen Anerkennung abschließt. Vorausgesetzt werden meist ein mittlerer Schulabschluss und ein Vorpraktikum oder eine einschlägige Vorbildung. Wichtiger als Noten sind Empathie, Geduld und die Bereitschaft, Pflege und Pädagogik zu verbinden.

  • Abgeschlossene Ausbildung in Heilerziehungspflege (staatl. anerkannt)
  • Empathie und Respekt vor Selbstbestimmung
  • Geduld, Belastbarkeit und körperliche Fitness
  • Bereitschaft zu Schicht- und Wochenenddienst
  • Grundverständnis von Pflege und Teilhaberecht (SGB IX)

Perspektiven

Die Eingliederungshilfe wächst, und qualifizierte Heilerziehungspfleger:innen sind stark gefragt – der Fachkräftemangel ist hier besonders spürbar. Wer ausgebildet ist, findet sicher eine Stelle und kann zwischen Wohnen, Werkstatt, Schule und Assistenz wählen.

Mit Erfahrung übernimmst Du Gruppen- oder Wohnbereichsleitung, spezialisierst Dich (z. B. auf Autismus, herausforderndes Verhalten oder Unterstützte Kommunikation) oder qualifizierst Dich über ein Studium der Heilpädagogik oder Sozialen Arbeit weiter.

Für Träger & Einrichtungen

Suchst Du Fachkräfte fürs Soziale?

Auf baito erreichst Du Menschen, die im Sozialen nicht nur arbeiten, sondern es wollen – von der Kita über die Eingliederungshilfe bis zur Beratung. Schalte Deine Stelle und sprich sie direkt an.

Stelle ausschreiben

Häufige Fragen

Q1Was macht ein:e Heilerziehungspfleger:in?+
Heilerziehungspfleger:innen (HEP) begleiten Menschen mit Behinderung im Alltag und verbinden dabei Pädagogik und Pflege. Sie unterstützen beim Wohnen, gestalten Bildungs- und Freizeitangebote, übernehmen pflegerische Aufgaben und fördern gezielt Teilhabe und Selbstbestimmung – meist in der Eingliederungshilfe, in Wohnheimen, Werkstätten oder in der Assistenz.
Q2Wie lange dauert die Ausbildung zur:zum Heilerziehungspfleger:in?+
In der Regel drei Jahre an einer Fachschule für Heilerziehungspflege (in Teilzeit oder berufsbegleitend länger), abgeschlossen mit der staatlichen Anerkennung. Meist werden ein mittlerer Schulabschluss und ein Vorpraktikum oder eine einschlägige Vorbildung vorausgesetzt. Vielerorts ist die Ausbildung vergütet.
Q3Was verdient ein:e Heilerziehungspfleger:in?+
Vergütet wird meist nach TVöD SuE, häufig in der Entgeltgruppe S8b, oder nach kirchlicher AVR. Damit liegen Heilerziehungspfleger:innen tariflich oft etwas über staatlich anerkannten Erzieher:innen (S8a). Hinzu kommen Stufensteigerungen, Schichtzulagen und eine Jahressonderzahlung. Die genauen Stufen findest Du im Tarifbereich auf baito.
Q4Was ist der Unterschied zwischen Heilerziehungspfleger:in und Erzieher:in?+
Erzieher:innen arbeiten vor allem pädagogisch und meist mit Kindern und Jugendlichen (Kita, Hort, Jugendhilfe). Heilerziehungspfleger:innen sind auf Menschen mit Behinderung spezialisiert und verbinden Pädagogik mit Pflege – über die ganze Lebensspanne. Tariflich werden HEP häufig in S8b eingruppiert und damit oft etwas höher als Erzieher:innen (S8a).

Weitere soziale Berufe

Verpasse nie wieder einen Heilerziehungspfleger:in-Job

Sieh Dir die aktuellen Stellen an oder registriere Dich: speichere Jobs und verpasse keine neue Stelle.

Jetzt Jobs ansehen