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Sozialer Beruf im Porträt

Streetworker:in

Streetworker:innen bringen Sozialarbeit dorthin, wo die Menschen sind – auf die Straße, in Parks und an Treffpunkte. Sie arbeiten aufsuchend, niedrigschwellig und freiwillig, vor allem mit Jugendlichen, Wohnungslosen und Suchtkranken. Hier erfährst Du, was die Rolle ausmacht, wie Du einsteigst – und welche Träger gerade Streetworker:innen suchen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Streetworker:innen leisten aufsuchende Sozialarbeit – sie gehen zu den Menschen, statt auf sie zu warten.
  • Zielgruppen sind vor allem Jugendliche, Wohnungslose und Suchtkranke; die Arbeit ist niedrigschwellig, freiwillig und vertraulich.
  • Meist sind es studierte Sozialarbeiter:innen/-pädagog:innen; bezahlt wird nach Tarif (TVöD SuE, häufig S11b–S12).

Was macht ein:e Streetworker:in?

Streetworker:innen gehen dorthin, wo Menschen in schwierigen Lebenslagen sich aufhalten – statt darauf zu warten, dass sie in eine Beratungsstelle kommen. Sie bauen Vertrauen auf, hören zu, bieten konkrete Hilfe an und vermitteln bei Bedarf weiter: zu Ärzt:innen, Ämtern, Notunterkünften oder Suchthilfe. Ihre Arbeit ist freiwillig, anonym und parteilich – sie stehen an der Seite der Menschen.

Typische Zielgruppen sind Jugendliche und junge Erwachsene, Wohnungslose oder Drogengebrauchende. Streetwork ist niedrigschwellig: oft beginnt es mit einer Tasse Kaffee, einem Gespräch oder Spritzentausch, bevor überhaupt von Hilfe die Rede ist. Genau diese Beziehungsarbeit unter freiem Himmel macht den Beruf aus.

Typische Aufgaben

  • Menschen an ihren Treffpunkten aufsuchen und ansprechen
  • Vertrauen aufbauen und verlässlich Kontakt halten
  • Niedrigschwellig beraten und konkrete Hilfe anbieten
  • An Ämter, Kliniken, Unterkünfte und Suchthilfe vermitteln
  • In Krisen begleiten und deeskalieren
  • Im Stadtteil vernetzen und auf Missstände aufmerksam machen

Voraussetzungen

In der Regel ist Streetwork ein Feld für studierte Sozialarbeiter:innen oder Sozialpädagog:innen – ein Bachelor in Sozialer Arbeit ist der übliche Weg. Wichtiger als der Abschluss allein sind aber Erfahrung mit der Zielgruppe, Beziehungsstärke und ein klarer Stand: Streetwork verlangt Eigenständigkeit, Belastbarkeit und die Fähigkeit, Nähe und professionelle Distanz auszubalancieren. In Teilfeldern ist auch der Quereinstieg mit einschlägiger pädagogischer Qualifikation möglich.

  • Studium der Sozialen Arbeit / Sozialpädagogik (meist vorausgesetzt)
  • Beziehungsstärke und ein vorurteilsfreier Zugang
  • Eigenständigkeit, Belastbarkeit und Krisenfestigkeit
  • Klarer Umgang mit Nähe und Distanz
  • Kenntnis von Sucht-, Wohnungslosen- oder Jugendhilfe

Perspektiven

Aufsuchende Sozialarbeit gewinnt an Bedeutung: Kommunen und Träger bauen mobile Angebote für Jugendliche, Wohnungslose und Suchtkranke aus. Wer Erfahrung und Beziehungsstärke mitbringt, ist gefragt – auch wenn die Zahl der Stellen kleiner ist als in den großen Feldern wie Kita oder Pflege.

Mit Erfahrung übernimmst Du die Koordination eines Streetwork-Teams oder Projekts, spezialisierst Dich (z. B. auf Suchthilfe, Mädchen*arbeit oder Wohnungslosenhilfe) oder wechselst in die Leitung einer Einrichtung oder ins Quartiersmanagement.

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Häufige Fragen

Q1Was macht ein:e Streetworker:in?+
Streetworker:innen leisten aufsuchende Sozialarbeit: Sie gehen dorthin, wo Menschen in schwierigen Lebenslagen sind – auf die Straße, in Parks, an Treffpunkte –, bauen Vertrauen auf und bieten niedrigschwellig Hilfe an. Sie beraten, begleiten in Krisen und vermitteln an Ämter, Kliniken, Unterkünfte oder Suchthilfe. Zielgruppen sind vor allem Jugendliche, Wohnungslose und Suchtkranke.
Q2Wie wird man Streetworker:in – auch ohne Studium?+
Meist über ein Studium der Sozialen Arbeit oder Sozialpädagogik, da Streetwork anspruchsvolle Beziehungs- und Krisenarbeit ist. In manchen Projekten ist der Quereinstieg mit einer einschlägigen pädagogischen Qualifikation und Erfahrung mit der Zielgruppe möglich. Entscheidend sind Beziehungsstärke, Eigenständigkeit und Belastbarkeit.
Q3Was verdient ein:e Streetworker:in?+
Da Streetworker:innen meist studierte Fachkräfte sind, liegt das Gehalt auf dem Niveau der Sozialen Arbeit: Bei tarifgebundenen Trägern nach TVöD SuE, häufig in den Entgeltgruppen S11b bis S12, kirchliche Träger nach AVR. Hinzu kommen Stufensteigerungen und ggf. Zulagen. Die genauen Stufen findest Du im Tarifbereich auf baito.
Q4Kann man als Erzieher:in Streetworker:in werden?+
In manchen Projekten ja – etwa in der mobilen Jugendarbeit, wo pädagogische Erfahrung und ein guter Draht zur Zielgruppe zählen. Für die meisten klassischen Streetwork-Stellen wird allerdings ein Studium der Sozialen Arbeit erwartet. Ein gangbarer Weg ist daher, als Erzieher:in einzusteigen und berufsbegleitend Soziale Arbeit zu studieren.

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