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Sozialer Beruf im Porträt

Erzieher:in

Erzieher:innen bilden, betreuen und begleiten Kinder – in der Kita, im Hort, in der Heimerziehung oder in der Wohngruppe. Es ist einer der meistgesuchten Berufe Deutschlands: Kitas und Träger suchen händeringend Fachkräfte. Hier erfährst Du, was die Rolle ausmacht, wie die Ausbildung läuft – und welche Einrichtungen gerade Erzieher:innen suchen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erzieher:innen begleiten die Entwicklung von Kindern – sie bilden, betreuen und fördern in Kita, Hort, Krippe oder Wohngruppe.
  • Der Weg in den Beruf ist eine meist dreijährige (oft vergütete oder praxisintegrierte) schulische Ausbildung – kein Studium nötig, Abitur nicht zwingend.
  • Vergütet wird nach Tarif (TVöD SuE, staatlich anerkannte Erzieher:innen meist S8a); der Beruf gilt als ausgesprochen zukunftssicher.

Was macht ein:e Erzieher:in?

Erzieher:innen begleiten Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und gestalten den Alltag so, dass Lernen, Spielen und Wachsen gelingen. In der Kita heißt das: den Tag strukturieren, Bildungsangebote machen, beobachten und dokumentieren, trösten und Streit schlichten – und mit den Eltern im Gespräch bleiben. Bildung, Betreuung und Erziehung gehen dabei Hand in Hand.

Der Beruf reicht weit über die Kita hinaus. Erzieher:innen arbeiten im Hort und in der Ganztagsbetreuung, in der Heimerziehung und in stationären Wohngruppen der Jugendhilfe. Überall geht es darum, Kindern verlässliche Beziehungen und einen sicheren Rahmen zu geben – pädagogisch fundiert und im Team.

Typische Aufgaben

  • Den pädagogischen Alltag planen und gestalten
  • Bildungsangebote machen und Kinder individuell fördern
  • Entwicklung beobachten und dokumentieren
  • Eine sichere, verlässliche Bindung anbieten
  • Mit Eltern Entwicklungsgespräche führen und zusammenarbeiten
  • Im Team Konzepte abstimmen und den Kinderschutz sichern

Voraussetzungen

Erzieher:in wird man über eine schulische Ausbildung an einer Fachschule oder Fachakademie, die in der Regel drei Jahre dauert und mit der staatlichen Anerkennung abschließt. Inzwischen gibt es viele vergütete und praxisintegrierte Varianten (PiA), bei denen Du von Anfang an in der Einrichtung mitarbeitest und Geld verdienst. Ein Abitur ist nicht zwingend – meist genügt ein mittlerer Abschluss plus einschlägige Vorerfahrung oder Sozialassistenz.

  • Abgeschlossene Erzieher:innen-Ausbildung (staatlich anerkannt)
  • Freude an der Arbeit mit Kindern und an Beziehung
  • Geduld, Einfühlungsvermögen und Belastbarkeit
  • Beobachtungsgabe und pädagogisches Geschick
  • Teamfähigkeit und Bereitschaft zur Elternarbeit

Perspektiven

Kaum ein Beruf ist sicherer: Der Kita-Ausbau und der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung treffen auf einen massiven Fachkräftemangel – bundesweit fehlen Zehntausende Erzieher:innen. Wer ausgebildet ist, hat praktisch freie Stellenwahl und kann Voll- oder Teilzeit, Träger und Ort frei wählen.

Mit Erfahrung übernimmst Du die Gruppen- oder Kita-Leitung, spezialisierst Dich (etwa auf Krippen-, Integrations- oder Sprachförderung) oder qualifizierst Dich über ein Studium zur Kindheitspädagog:in weiter. Auch der Wechsel in die Heim- und Jugendhilfe oder in die Fachberatung steht offen.

Für Träger & Einrichtungen

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Häufige Fragen

Q1Was ist Erzieher:in für ein Beruf?+
Erzieher:in ist ein pädagogischer Fachberuf: Erzieher:innen bilden, betreuen und begleiten Kinder und Jugendliche – in der Kita, im Hort, in der Krippe oder in Wohngruppen der Jugendhilfe. Sie gestalten den pädagogischen Alltag, fördern Kinder individuell, dokumentieren ihre Entwicklung und arbeiten eng mit den Eltern zusammen.
Q2Was braucht man, um Erzieher:in zu werden – geht das ohne Abi?+
Ja, ohne Abitur geht es. Erzieher:in wird man über eine meist dreijährige schulische Ausbildung an einer Fachschule; in der Regel reicht ein mittlerer Schulabschluss plus einschlägige Vorerfahrung, eine Sozialassistenz- oder Kinderpfleger:innen-Ausbildung. Es gibt zunehmend vergütete, praxisintegrierte Varianten (PiA), bei denen Du von Anfang an Geld verdienst.
Q3Was verdient ein:e Erzieher:in?+
Das Gehalt ist tariflich geregelt: Bei öffentlichen und freien Trägern wird nach TVöD SuE gezahlt, staatlich anerkannte Erzieher:innen meist in der Entgeltgruppe S8a, kirchliche Träger nach AVR. Dazu kommen Stufensteigerungen, Zulagen und eine Jahressonderzahlung. Leitungsfunktionen liegen deutlich höher – die genauen Stufen findest Du im Tarifbereich, aktuelle Spannen in den offenen Stellen auf baito.
Q4Hat der Beruf Erzieher:in Zukunft?+
Ja, ausgesprochen. Durch Kita-Ausbau, den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung und einen massiven Fachkräftemangel werden bundesweit Zehntausende Erzieher:innen gesucht. Wer ausgebildet ist, hat praktisch freie Stellenwahl und sehr gute Aussichten auf eine unbefristete Stelle.

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